Neuausrichtung Raiffeisen Bank

Die vier Konzeptpunkte
1. Neue Raumstruktur

Die Dreiteilung der Fassade soll im Inneren räumlich erlebt werden. Durch die Veränderung der Raumstruktur ergeben sich drei etwa gleich grosse Kammern. Diese Lösung ermöglicht eine optimale Ausnutzung des Raumprogramms sowie eine flexible Nutzung für jetzt und die Zukunft. Im linken Teil des Hauses reduzieren sich die Eingriffe aufgrund der historischen Bausubstanz auf ein Minimum.

 

2. Vertikale Verbindung

Die vertikale Durchlässigkeit gewährt neue Einblicke in die verschiedenen Geschosse. Das Erdgeschoss, sowie das erste und zweite Obergeschoss werden als Kundenzone erlebbar. Die dadurch entstehende Geräuschkulisse und neuen Sichtverhältnissen verbinden Mitarbeiter:innen und Kund:innen auf verschieden Ebenen – und belebt die Filiale auf eine neue Art und Weise.

 

3. Zwei Eingänge und klare Nutzungsflächen

Die verschiedenen Zugänge verkörpern Offenheit nach Aussen. Der Haupteingang zur Hauptgasse wird mit einem zweiten Eingang zur Kanzleistrasse ergänzt. Dadurch wird die Raiffeisen nach Aussen geöffnet. Der «Welcome Desk» zusammen mit der Verbindung über die Geschosse fungiert als Orientierungspunkt.

4. Intern und Extern

Verschiedene Beratungszonen werden für eine individuelle Aufenthaltsdauer geschaffen. Für die unterschiedlichen Anforderungen können verschiedene Zonen genutzt werden; ganz im Sinne «je kürzer die Beratung, desto kürzer die Wege». Kurze Beratungen und der öffentliche Bereich finden im Erdgeschoss oder intensivere Beratungen in den oberen Zonen statt. Abschluss bildet die interne Zone im Dachgeschoss.

Welcome
Erläuterungen zu den einzelnen Geschossen
 
Erdgeschoss

Das Gebäude orientiert sich zur Hauptgasse. Um auch auf die Kanzleistrasse zu reagieren, wird ein neuer Nebeneingang ergänzt. So öffnet sich das Haus ganz unter dem Konzeptansatz «Open House». Als zentrale Anlaufstelle dient der «Welcome Desk». Im Cafe finden kurze und entspannte Begegnungen statt, so können bei einer Tasse Kaffe kleine Anliegen am Hochtisch oder dem gemütlichen Eckbank besprochen werden. Ebenfalls kann der Hochtisch als Arbeitsplatz genutzt werden um auch gleichzeitig den Welcome Desk zu vertreten. Die 24h-Zone mit den bequemen Sesseln bietet Platz für kurze Beratungen und Ausblick auf die historischen Wandmalereien. Für Beratungen, welche mehr Zeit und Diskretion erfordern, begibt sich der Gast ein Geschoss höher.

 

1. Obergeschoss

Eine kreisförmige Öffnung verbindet das erste Obergeschoss mit dem darunter- und überliegenden Geschoss. Die Lounge bildet der Mittelpunkt, wo mittlere bis längeren Sitzungen in einer lockeren Atmosphäre stattfinden. Ist mehr Diskretion gefragt, sind die zwei historischen Zimmer, welche nur mit Mobiliar und digitale Hilfsmittel ergänzt werden und die Bausubstanz beibehalten, ideal. Im rechten Teil ergeben sich minder lange Beratungsgespräche in einem abwechslungsreichen Ambiente. Rund um den Büropflanzengarten ist Platz für flexible Arbeitsplätze und Beratungen.

 

2. Obergeschoss

Im Zentrum steht die vertikale Verbindung, welche den Lounge-Bereich für entspannte Beratungen beherbergt. Der linke Teil mit dem Event-Raum bildet mit seiner Flexibilität und Wandelbarkeit das Highlight. Der grosse Raum kann mit einer mobilen Trennwand in zwei diskrete Sitzungszimmer getrennt werden. Als grosser Event-Raum genutzt, beinhaltet er ein Fassungsvermögen von bis zu 30 Personen. Der mittlere Lounge-Bereich wird dann zur Apéro-Location umgewandelt und ist mitten in des kreisförmigen Ausschnittes aus Messing ein unverwechselbarer Blickfang. Im rechten Teil sind zwei Einzelbüros ideal platziert, um am Puls der Kunden- und Personalzone zu sein.

 

Dachgeschoss

Die grosse Gaube bildet mit den einladenden Open-Office Arbeitsplätzen das Herzstück. Pflanzen als Trennung zwischen den Arbeitstischen und viel Stauraum, ermöglichen ein optimales und zeitgemässes Arbeiten. In den Gauben im Westteil sind Nebenräume, wie Dusche, Garderobe und Toiletten. Im Ostteil befinden sich Küche und Büroinfrastruktur

 

Untergeschoss

Die Eingriffe im Untergeschoss werden auf ein Minimum reduziert. Haustechnik sowie die Erschliessung von Treppe und Lift, werden zeitgemäss angepasst.

Projektwettbewerb, 3. Preis

Tanner Architektur: Ephraim Tanner

Dennis Büchler Architektur: Dennis Büchler

rondom: Sandra Neff